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Urkundenbuch des Zisterzienserklosters Altzelle
Erster Teil, 1162 - 1249, bearbeitet von Tom Graber

CODEX DIPLOMATICUS SAXONIAE
Zweiter Hauptteil, Band 19

herausgegeben vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Mit dem vorliegenden ersten Band des Urkundenbuches des Zisterzienserklosters Altzelle wird nach einer Unterbrechung von über 60 Jahren der „Codex diplomaticus Saxoniae“ fortgesetzt. Das Erscheinen dieses Bandes leitet nach wechselvoller Geschichte den Wiederbeginn dieses traditionsreichen Editionsvorhabens ein, das als das zentrale Urkundenwerk zur mittelalterlichen Geschichte Sachsens und weiter Teile Mitteldeutschlands zu den großen landesgeschichtlichen Editionsprojekten des deutschsprachigen Raumes zählt.
Der „Codex diplomaticus Saxoniae (regiae)“ wurde im Jahre 1860 als Vorhaben der Sächsischen Staatsregierung begründet. Das umfangreiche Urkundenwerk sollte die Urkunden des regierenden wettinischen Hauses und des Gebietes des Königsreichs Sachsen bis zum Ausgang des Mittelalters umfassen. Der Hauptteil II sollte die Urkunden der geistlichen Institutionen und größeren Städte Sachsens enthalten.
Trotz seines hohen Ranges geriet der Codex bereits vor dem Ersten Weltkrieg in eine erste tiefere Krise. In der Folgezeit führten die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts und der Wandel wissenschaftlicher Prioritäten zum raschen Rückgang und schließlich zum gänzlichen Erliegen der Editionstätigkeit. Im Unterschied zu den meisten vergleichbaren Editionsprojekten des 19. Jahrhunderts brach die Geschichte des „Codex diplomaticus Saxoniae“ allerdings nie völlig ab.
Tatkräftigere Bemühungen um den „Codex diplomaticus Saxoniae“ setzten erst mit dem Neuaufbau der sächsischen Landesgeschichtsforschung nach der politischen Wende von 1989/90 ein. 1993 begannen am neu eingerichteten Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte an der Technischen Universität Dresden unter Leitung von Karlheinz Blaschke erste Vorarbeiten für ein Urkundenbuch des Zisterzienserklosters Altzelle.
Das Urkundenbuch des Zisterzienserklosters Altzelle als des bedeutendsten mittelalterlichen Klosters in Sachsen zählte von den Anfängen des „Codex diplomaticus Saxoniae“ an zu dessen vorrangigen Aufgaben. Daher begann die Wiederaufnahme der Codex-Arbeit 1993 mit eben diesem Urkundenbuch, das eines der dringendsten Editionsdesiderate zur mittelalterlichen Geschichte Sachsens einlöst. Daß mit ihm die Reihe der neuen Codex-Bände eröffnet wird, ist mit Blick auf die über 140jährige Geschichte des „Codex Diplomaticus Saxoniae“ ein besonders glücklicher Umstand.

Rezensionen:

Die Anlage des Bandes einschließlich der ausführlichen Register folgt bewährten Mustern und macht einen tadellosen Eindruck. Daß damit der 1860/64 begonnene Codex diplomaticus Saxoniae wieder auflebt, dessen Fortsetzung nach jahrzehntelanger Unterbrechung der Sächsische Landtag am 23. Mai 1996 ausdrücklich beschlossen hat, verdient einen herzlichen Glückwunsch.
Rudolf Schieffer, Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 62 (2006), S. 672

Das Urkundenbuch wird höchsten editorischen Ansprüchen gerecht. Neben dieser mustergültigen Qualität der Editionsarbeit ist darüber hinaus die exzellente Benutzbarkeit hervorzuheben. Umfangreiche Indices erschließen dem Rezipienten den Inhalt des Urkundenbandes ausgezeichnet auf jedwede Art ... Mit dem ersten Teil des Altzeller Urkundenbuches liegt ein verdienstvolles Grundlagenwerk vor, das die aus den unterschiedlichsten Blinkwinkeln geführte wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Zisterzienserkloster auf eine neue Basis stellt. Gespannt darf man schon den nächsten Band dieses hervorragenden Editionsprojektes erwarten.
Harald Winkel, Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte 61 (2007), S. 298 f.

Man darf sich wünschen, dass die weiteren Bände rasch und in ebenso bestechender Qualität erscheinen.
Elke Goez, Neues Archiv für sächsische Geschichte 78 (2007), S. 377-379

Ein wichtiger Schritt für die mitteldeutsche Geschichtsforschung und weit darüber hinaus ist mit anzuzeigender Edition vollzogen worden. Nach einer Unterbrechung von über 60 Jahren (und klammert man den 1941 erschienenen Band aus, sind es fast 100 Jahre) wird das traditionsreiche Editionsvorhaben des „Codex diplomaticus Saxoniae“, das zentrale Urkundenwerk zur mittelalterlichen Geschichte Sachsens, fortgesetzt ... Mit Tom Graber wurde ein ebenso leidenschaftlicher wie akribischer Bearbeiter gefunden, der daneben auch an der Erarbeitung der Edition der Papsturkunden des sächsischen Hauptstaatsarchivs arbeitet. Die vorzügliche Qualität und praktikable Handhabbarkeit des Urkundenwerks ist ein überzeugender Beleg ... Insgesamt ein im doppelten Sinn gewichtiges Werk für den Historiker wie für den Heimatforscher, das die quellenorientierte Forschung unterstützt.
Rainer Aurig, Niederlausitzer Studien 33 (2007), S. 163


XLII und 380 S. | 21 x 29, 7 cm | 2006 | ISBN: 978-3-7752-1901-3
Ln. | Preis: € 60.00 bestellen | order


 

 
Tom Graber, Bearb.
Die Papsturkunden des Hauptstaatsarchivs Dresden

Erster Band, Originale Überlieferung, Teil I 1104–1303, Dritter Hauptteil Papsturkunden Band 1
Hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Der 1860 durch die Sächsische Staatsregierung begründete Codex diplomaticus Saxoniae ist das grundlegende Quellenwerk zur mittelalterlichen Geschichte Sachsens. Von 1864 bis1941 erschienen 25 Bände des sächsischen Urkundenbuches, danach wurde die Bearbeitung des Codex eingestellt. Drei Vorhaben werden gegenwärtig bearbeitet, die Edition der Urkunden der Markgrafen von Meißen, Herzöge und Kurfürsten von Sachsen sowie der Landgrafen von Thüringen (I. Hauptteil), die Urkundenbücher des Zisterzienserklosters Altzelle und der Stadt Zwickau (II. Hauptteil) sowie die Edition der päpstlichen Urkunden zur Geschichte Sachsens (III. Hauptteil). Sämtliche bislang publizierten Bände des Codex diplomaticus Saxoniae sind im Internet unter www.isgv.de abrufbar.

LIV, 379 S. | 2009 | ISBN: 978-3-7752-1903-7
Ln. | Preis: € 88.00 bestellen | order


 

 
Susanne Baudisch und Markus Cottin (Bearb.)
Urkunden der Markgrafen von Meissen
und Landgrafen von Thüringen 1196–1234
Registerband Posse,
Erster Hauptteil Abteilung A, Band 3

Auf der Grundlage der Vorarbeiten von Elisabeth Boer(†)
Herausgegeben vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaft zu Leipzig


252 S. | 2009 | ISBN: 978-3-7752-1902-0
Ln. | Preis: € 55.00 bestellen | order