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Neuerscheinungen |  |
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 | | Klaus Zechiel-Eckes † Rebellische Kleriker? Eine unbekannte kanonistisch-patristische Polemik gegen Bischof Hinkmar von Laon in Cod. Paris, BNF, nouv. acq. lat. 1746 Die Pariser Handschrift des späteren 9.Jahrhunderts, enthält als Haupttext Cassiodors weit verbreitete Kirchengeschichte. Bisher unbe-achtet blieb eine kanonistisch-patristische Sammlung, die wohl im frühen 10. Jahrhundert auf den üppig dimensionierten Rändern der fol. 15v–24v nachgetragen wurde und jetzt als editio princeps vorliegt. Quellenkritische Analysen, die ein beeindruckendes Arsenal von Vorlagen zutage fördern (u. a. die Collectio Herovalliana,
die pseudoisidorischen Dekretalen, Benedictus Levita, Ps.-Cyprians De duodecim abusivis saeculi, Briefe Gregors I. in der zweiteiligen Form des Registrum Hadrianum, Augustins Contra mendacium oder die Mönchsregel des Basilius), kommen zu dem Ergebnis, daß die benutzten Texte nicht über das Jahr 860 (Synode von Tusey) hinausführen. Sowohl überlieferungsgeschichtliche
als auch textkritische Spezifika stellen einen Bezug zum Metropolitanverband Reims her, näherhin zum Suffraganbistum Laon. In inhalt-licher Hinsicht spiegelt sich ein Konflikt wider zwischen nachgeordne-tem Klerus und einem
Bischof, der als criminosus, als falsus testis dei und sacrilegus etikettiert wird.
Alle Indizien weisen darauf hin, vorliegendes Kompendium als Polemik gegen Hinkmar von Laon zu begreifen, der seinen Klerus im Jahr 869 mehrfach provoziert und (vermeintliche) Rebellen in seiner Diözese ausgemacht hatte.
Doch die „rebellischen Kleriker“ verstanden sich offensichtlich zu wehren ...
Der Autor ist überraschend kurz vor Erscheinen seines Buches im Alter von 51 Jahren verstorben.
XVI und 106 S. | 4 Abb. 8° | 2009 | ISBN: 978-3-7752-5709-1 | | Geb. | Preis: € 20.00 bestellen | order |
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 | | Hannoversche Geschichtsblätter
Neue Folge Band 62 Editorial -
Karljosef Kreter, Zeitzeichen
Schloss und Garten -
Waldemar R. Röhrbein, Rettet die Herrenhäuser Gärten!- Der Heimatbund Niedersachsen und seine Mitstreiter im Einsatz für die Rettung der Herrenhäuser Gärten
Karljosef Kreter, "Es gibt kein schöneres Symbol für das neue Deutschland." Die feierliche Wiedereröffnung des Großen Gartens am 13. Juni 1937
Nationalsozialismus -
Sven Jüngerkes, Einsatz im Ostland - Egon Bönner in Riga
Gunnar Bettendorf, Das Reserve-Polizeibataillon 111 im Osteinsatz
Straßennamen -
Helmut Bley, Gutachten über Paul von Lettow-Vorbeck
Felix Schürmann, Erinnerungslandschaft im Wandel: das Afrika-Viertel in Hannover
Medienrundschau -
Vereinschronik des Historischen Vereins für Niedersachsen- 173. Vereinsjahr
À propos -
Vor 100 Jahren: Ein Wundarzt in der Stadt 1693.
Kein Scharlatan, aber nicht ungefährlich
228 S. | 2008 | ISBN: 978-3-7752-5962-0 | | Kart. | Preis: € 12.60 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Hannoversche Geschichtsblätter
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 | | Detlev Jasper, Hg. Die Konzilien Deutschlands
und Reichsitaliens 1023–1059 Dieser Band enthält 43 Synoden des nordalpinen Reiches, Reichsitaliens und Roms. Er beginnt mit der Mainzer Pfingstsynode 1023, die den lange schwelenden Hammersteinschen Ehestreits erneut aufgriff, und endet mit der Lateransynode von 1059, die vor allem durch die Neuordnung der Papstwahl sowohl für die Kirchen- als auch für die Reichsgeschichte große Bedeutung erlangte. Aus dem französischen Herrschaftsbereich ist die Synode Papst Leos IX. in Reims (Oktober 1049) in die Edition mit einbezogen. An ihr nahmen die Bischöfe der Kirchenprovinz Trier teil, und die umfangreichen Berichte darüber geben einen einmaligen Einblick in die Synodalpraxis des Reformpapsttums. Wie schon bei den Konzilien der Salierzeit sind auch in dem hier behandelten Zeitraum nur wenige Synodalbeschlüsse als Kanones überliefert. Das Wissen über die einzelnen Synoden beruht auf Einladungsschreiben,
Notizen oder Urkunden, die auf ihnen ausgestellt wurden, am häufigsten aber auf erzählenden Quellen. Diese Nachrichten zeugen oft von einem vielfältigerem Synodalgeschehen als es die einzelnen Kanones oder Urkunden vermuten
lassen. Die Jahrzehnte zwischen 1020 und 1060 sind dadurch gekennzeichnet, dass das Synodalgeschehen stärker durch das Papsttum beeinflusst und seit 1049, dem Amtsantritt Leos IX., von ihm dominiert wurde. Damit ist
ein Wandel der erörterten Themen verbunden, denn an die Stelle der Erledigung aktueller Fälle rücken nun grundlegende Fragen der Kirche wie die
Auffassung vom Priesteramt, die Sakramentsverwaltung oder der Schutz des Kirchenguts in den Mittelpunkt der synodalen Erörterungen.
XXIV und 463 S. | 4º | 2010 | ISBN: 978-3-7752-5502-8 | | Ln. | Preis: € 90.00 bestellen | order |
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 | | Klaus H. Lauterbach, Hg. Der Oberrheinische Revolutionär Das buchli der hundert capiteln mit xxxx statuten Unter den "Reformschriften" des 15. Jahrhunderts nimmt das Werk des Oberrheinischen Revolutionärs wegen seiner thematischen Dichte, seiner argumentativen Offenheit und seiner didaktischen Konzeption eine besondere Stellung ein. Der Autor ist gelehrter Jurist, hat Zugang zu den "gewaltigen", nimmt an Reichstagen teil und zeigt sich über reichspolitische Interna ebenso informiert, wie er die Schwächen des "maximilianischen Systems" zu analysieren weiß. Sein Hauptaugenmerk gilt aber der zunehmenden Ungleichgewichtigkeit der Herrschafts-
strukturen, der Verwilderung der Rechtspraxis und "der not des gemeinen mans": Zeitschäden, die eine Reform unabdingbar machen, soll dem inneren Zerfall des Reiches gesteuert werden.
Der auch für die rechts- und sprachgeschichtliche Forschung wichtige Text ist nach seiner Wiederentdeckung 1892 zuerst 1967 veröffentlicht worden und wird hier erstmals in einer kritisch erarbeiteten und ausführlich kommentierten Edition vorgelegt.
LXII und 854 S., | 8 Abb., 4° | 2009 | ISBN: 978-3-7752-0307-4 | | Ln. | Preis: € 125.00 bestellen | order |
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 | | Quellen zur Eisenbahngeschichte Norddeutschlands im Hauptstaatsarchiv Hannover Ein sachthematisches Inventar, bearbeitet von Sven Mahmens Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung – Inventare und kleinere Schriften des Niedersächsischen Landesarchivs –
Hauptstaatsarchiv Hannover – Heft 6
Mit dem Sonderinventar der „Quellen zur Eisenbahngeschichte“ legt das Niedersächsische Landesarchiv – Hauptstaatsarchiv Hannover – in PDF-Form eine beständeübergreifende Zusammenstellung aller Archivalien des Hauptstaatsarchivs zum Schienenverkehr vor. Einen großen Teil der erfassten Archivalien machen diejenigen der Bundesbahndirektion Hannover und ihrer institutionellen Vorgänger aus. Insgesamt sind aber mehr als 300 unterschiedliche Archivbestände mit ihren Eisenbahnbetreffen (Akten, auch zahlreiche Pläne, Karten und Fotos sowie ältere Druckschriften) ausgewertet worden. Sie umfassen neben den Haupt-, Nebeneisenbahnen und Kleinbahnen ebenfalls Grubenbahnen, Drahtseilbahnen, Straßenbahnen und Privatanschlüsse. Liegt der regionale Schwerpunkt auch auf Niedersachsen und innerhalb des Bundeslandes besonders auf dessen südlicher Hälfte, so sind doch zahlreiche Bezüge zu Bremen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt vorhanden. Dies ist einerseits bedingt durch die die Regionen verbindenden Schienenstränge selbst. Andererseits geht dies darauf zurück, dass die Zuständigkeitsbezirke von Eisenbahn-behörden die politischen Grenzen häufig überschritten.
Die über 12.000 „Eisenbahnquellen“ erstrecken sich über die gesamte Spanne der Eisenbahn-entwicklung bis in die jüngste Zeit.
Systemvoraussetzungen:
•Betriebssystem Windows XP (Home Edition):
•Pentium 233-MHZ-Prozessor oder schneller
(300 MHz werden empfohlen)
•Mindestens 64 MB RAM (128 MB werden empfohlen)
•Mindestens 1,5 GB Speicherplatz auf der Festplatte
•CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk
•Tastatur und Microsoft Mouse oder ein kompatibles Zeigegerät
•Videoadapter und Monitor mit Super VGA
(800 x 600) oder höherer Auflösung
•Acrobat Reader ab Version 5.0
CD-ROM | 2010 | ISBN: 978-3-7752-5920-0 | | Ln. | Preis: € 14.90 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN
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 | | Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte
Band 81 , 2009 Inhalt
Aufsätze
MIGRATION UND IHRE HINTERGRÜNDE WANDERUNGSBEWEGUNG IN NORDWESTDEUTSCHLAND VOM 17. BIS ZUM 20. JAHRHUNDERT.
Vorträge auf der Jahrestagung der
Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen in Bremerhaven vom 16. bis 17. Mai 2008
– 1. Hintergründe und Erscheinungsformen von Migration: Der Raum Niedersachsen und das europäischen Wanderungsgeschehen des
19. und 20. Jahrhunderts. Von Jochen Oltmer
– 2. Hollandgänger, Zuckerbäcker, Amerikawanderer. Grenzüberschreitende
Fernwanderungen aus dem Elbe-Weser-Dreieck (ca.
1650-1914). Von Horst Rössler
– 3. Verlassene Dörfer – Die Folgen von Auswanderung im 19. Jahrhundert
am Beispiel der HarzgemeindeWolfshagen und der Moselgemeinde Ürzig. Von Sabine Heerwart
– 4. Mehr als nur geschäftige Drehscheibe des Auswandererverkehrs – Bremerhaven als vielgestaltiger Wanderungsraum. Von Hartmut
Bickelmann
– 5. Die Welt an der Wasserkante. Chinesische Seeleute und Migranten in Hamburg und Bremerhaven 1890-1970. Von Lars Amenda
– 6. Die Aufnahme von Flüchtlingen aus Ostpreußen im heutigen Niedersachsen 1914/1915. Von Michael Ehrhardt
– 7. Zuwanderung und junge Industriestadt:Wolfsburg und die Migranten
seit 1938. Von Manfred Grieger
– 8. Migration und Landesgeschichte. Ein Kommentar zur Tagung und Perspektiven weiterer Forschung. Von Wilfried Reininghaus
–Migration und Handel. Wirtschaftsverflechtungen Nordwestdeutschlands im 17. und 18. Jahrhundert. Von Dagmar Freist
–Pfälzische Auswanderung nach England, Irland und Amerika im Jahre 1709. Von Frauke Geyken
–Peregrinatio Academica. Beispiele nordwestdeutscher Bildungsmigration nach Halle, Jena und Göttingen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von Harald Lönnecker
–Die Chileauswanderung Göttinger Handwerker im 19. Jahrhundert. Von Mechthild Weß
–Von Hannover in die Südstaaten: Deutsche Auswanderer in Wilmington North Carolina, 1840-1914. Von Jens Bodamer
–Akten des Reichskammergerichts als Quelle zur niedersächsischen Landes- und Regionalgeschichte am Beispiel des Hochstifts Hildesheim
und der benachbarten Territorien. Von Claudia Kauertz
–Zwischen Astronomie und Politik: Gottfried Wilhelm Leibniz und der Verbesserte Kalender der deutschen Protestanten. Von Peter Aufgebauer
–Beobachtungen zur Biographie von Georg Schnath (1898-1989). Von Thomas Vogtherr
–Handreichungen für die Erarbeitung von Urkundenbüchern im Rahmen der Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen
und Bremen. Von Manfred von Boetticher und Thomas Vogtherr
606 Seiten | 3 sw Abbildungen | 2009 | ISBN: 978-3-7752-3381-1 | | Geb. | Preis: € 29.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte
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 | | Susanne Baudisch und Markus Cottin (Bearb.) Urkunden der Markgrafen von Meissen
und Landgrafen von Thüringen 1196–1234
Registerband Posse,
Erster Hauptteil Abteilung A, Band 3 Auf der Grundlage der Vorarbeiten von Elisabeth Boer(†)
Herausgegeben vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaft zu Leipzig
252 S. | 2009 | ISBN: 978-3-7752-1902-0 | | Ln. | Preis: € 55.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Codex Diplomaticus Saxoniae
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 | | Peter Albrecht und Henning Steinführer (Hg.) Die Türme von Sankt Andreas zu Braunschweig Braunschweiger Werkstücke, Reihe A, Bd. 112 Pünktlich zum Abschluss der Grundsanierung der Turmanlage der Andreaskirche gibt das Stadtarchiv Braunschweig eine Publikation zur Geschichte der Türme heraus. Diese Bauwerke sind vor allem deshalb von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Stadt, weil der Jahrhunderte alle anderen Bauwerke überragende Südturm lange Zeit als das Wahrzeichen der Stadt galt.
Die neue insgesamt 386 Seiten umfassende Veröffentlichung ist multidisziplinär angelegt und nimmt die Türme aus vielen Perspektiven in den Blick. Die Beiträge der 15 Autorinnen und Autoren reichen dabei von der Geschichte und Kunst- bzw. Baugeschichte, über die Theologie und historische Metrik, bis hin zur Campanologie und Ornithologie. Genauso vielfältig wie die Ansätze waren auch die Quellen, die für die unterschiedlichen Beiträge herangezogen worden sind. Einen Zeitraum von gut einem halben Jahrtausend galt es zu erhellen. Die Suche in Archivalien, Zeitungen, Broschüren und Büchern hat gar manch bisher Verborgenes ans Licht gebracht.
Besondere Mühe wurde darauf verwendet, die bildlichen Darstellungen der beiden Türme zu erfassen. In der Publikation finden sich neben Druckgrafiken und Fotografien zahlreiche farbige Abbildungen von Ölgemälden, Aquarellen und Zeichnungen, die die vielfältigen künstlerischen Bemühungen dokumentieren.
Realisiert werden konnte die Publikation durch großzügige Unterstützung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, die Richard Borek Stiftung und Kirchengemeinde St. Andreas.
386 S. | farb. und sw Abb., 1 Faltkarte | 2009 | ISBN: 978-3-7752-8802-6 | | Kart. | Preis: € 28.80 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Braunschweiger Werkstücke
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 | | Peter Christian Jacobsen Miracula s. Gorgonii
Studien und Texte zur Gorgonius-Verehrung im 10. Jahrhundert Für die Geschichte des lothringischen Klosterwesens im 10. Jahrhundert und die Reform des Klosters Gorze sind neben der Vita des Abtes Johannes von Gorze die Miracula s. Gorgonii von erheblicher Bedeutung. Sie entstanden, wie die Arbeit zeigt, in verschiedenen Phasen und wurden von Johannes selbst verfaßt, abgeschlossen in den Jahren 969/973 im Dialog mit dem Bischof Milo von Minden, der zudem eine von Adelbert von Magdeburg für ihn verfaßte Passio s. Gorgonii samt dessen Begleitbrief bearbeitete und den Gorzern als sein Werk präsentierte. Für eine spätere Datierung der Miracula und ihre Zu-schreibung an den Abt Immo von Gorze ergeben sich keine überzeugenden Argumente. Die Studien führen auch zu neuen Einsichten in die Gorgonius-Verehrung in Minden und zu den Weihedaten der Kirchen dort im 10./11. Jahrhundert. Im Editionsteil werden die Miracula nach der gesamten, größtenteils bisher nicht benutzten Überlieferung neu ediert, übersetzt und ausführ-lich kommentiert; fünf Exkurse befassen sich mit Problemen der Gründung Gorzes und mit den Vorgängen um die Reform des Klosters durch Adelbero I. von Metz. Dazu kommen Editionen der Briefe Adelberts und Milos (mit Übersetzung) und der Passio s. Gorgonii, erstmals in der ursprünglichen Fassung Adelberts, sowie zweier Dokumente zur erneuerten Verbrüderung der Konvente von Gorze und Minden im 12. Jahrhundert.
XX und 222 S. | 8º | 2009 | ISBN: 978-3-7752-5706-0 | | Geb. | Preis: € 30.00 bestellen | order |
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 | | Tom Graber, Bearb. Die Papsturkunden des Hauptstaatsarchivs Dresden
Erster Band, Originale Überlieferung, Teil I 1104–1303, Dritter Hauptteil Papsturkunden Band 1 Hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Der 1860 durch die Sächsische Staatsregierung begründete Codex diplomaticus Saxoniae ist das grundlegende Quellenwerk zur mittelalterlichen Geschichte Sachsens. Von 1864 bis1941 erschienen 25 Bände des sächsischen Urkundenbuches, danach wurde die Bearbeitung des Codex eingestellt. Drei Vorhaben werden gegenwärtig bearbeitet, die Edition der Urkunden der Markgrafen von Meißen, Herzöge und Kurfürsten von Sachsen sowie der Landgrafen von Thüringen (I. Hauptteil), die Urkundenbücher des Zisterzienserklosters Altzelle und der Stadt Zwickau (II. Hauptteil) sowie die Edition der päpstlichen Urkunden zur Geschichte Sachsens (III. Hauptteil). Sämtliche bislang publizierten Bände des Codex diplomaticus Saxoniae sind im Internet unter www.isgv.de abrufbar.
LIV, 379 S. | 2009 | ISBN: 978-3-7752-1903-7 | | Ln. | Preis: € 88.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Codex Diplomaticus Saxoniae
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 | | Paul Michel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 19. August 2009 Liselotte von der Pfalz in ihren Harling-Briefen Intrigen und Galanterien - Die Briefe der Herzogin von Orléans in einer neuen Ausgabe
«Die lust von den brieffen ist, wen man mitt einander spricht, alß wen man noch bey sammen were.» Die Briefe der am Hof in Versailles lebenden Liselotte von der Pfalz (1652-1722) sind allgemein bekannt. Das Briefschreiben war für die von den Verwandten getrennt lebende, politisch zur Untätigkeit gezwungene und an die höfische Repräsentationspflicht gebundene Frau (sie ist die Schwägerin des Königs) ein Lebenselixier.
...
Hannelore Helfer präsentiert nun die Briefe der Duchesse d'Orléans, die sie ihrer ehemaligen Gouvernante und deren Mann in den Jahren 1661 bis 1722 geschrieben hat. Bei den Adressaten handelt es sich nicht um hochadlige Standespersonen. Es sind alle erhaltenen Briefe ungekürzt wiedergegeben, so dass man auch scheinbare Trivialitäten erfährt. Das gibt einen deutlichen Einblick in das von Langeweile dominierte Leben am Hof. Es fehlen nicht die Feste mit den üppigen Tafelfreuden; die Jagden, bei denen man die Fettleibigkeit wieder in den Griff bekommen wollte; die Bälle, Spiele und Spielschulden; die Ehebruchsgeschichten; die Mätressenwirtschaft.
Dann aber zeigen sich private Themen: Über viele Briefe hinweg lässt sich die Sorge um die Bestellung eines besonderen Balsams verfolgen, der auf der Post abhandenkommt und endlich ranzig eintrifft; ebenso die Schwierigkeit, echte hannoversche Mettwürste zu bekommen.
Was die Herzogin bewegt, sind immer wieder die familiären Verhältnisse im europäischen Hochadel, dessen Mitglieder alle miteinander verwandt, verschwägert und meist auch verfeindet sind.
... es geht hier um eine Beobachtung des labilen Machtgleichgewichts, das im Ancien Régime nur personengebunden denkbar war. Etliche Sachen «seindt so hart zu verdawen, wo zu ein beßerer magen und kopff von nöthen were». Aber auch beim Verdauen der opulenten Mahlzeiten hat sie gelegentlich Mühe, und die Ärzte helfen mit Klistieren.
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Man trifft auch auf frappant moderne Züge. Nach dem Tod Ludwigs XIV. nahm die Staatsverschuldung enorm zu; der schottische Finanzfachmann John Law sollte den Haushalt sanieren. Mit der Ausgabe von Aktien auf die französischen Kolonien versuchte dieser Hasardeur in Amerika Kapital zu beschaffen; es folgten Aktienhausse und Immobilienspekulation, bis die Blase platzte. Die Herzogin notiert: «Man hört hir nichts alß soumission - action – Missisipi; Ich kan kein wordt drin begreiffen; Deücht mich wie merger [Märchen], wen Ich von allen den millionen höre.»
Von jeher erstaunt die Spontaneität des Briefstils. Zum Eindruck der Unmittelbarkeit trägt bei, dass oft die Schreibsituation mitprotokolliert wird. Die Schreiberin kann vor grimmiger Kälte die Feder kaum halten; sie wird vom Lärm im Cabinet, wo man Karten spielt, gestört; immer wieder wird sie durch Visiten unterbrochen und verliert den Faden.
Die Herausgeberin hat jeden Brief mit einem Regest, historischen Hinweisen und kulturgeschichtlichen Erläuterungen versehen. Darüber hinaus ist die Ausgabe hervorragend erschlossen durch ein Wörterbuch, biografische Daten und detaillierte Verzeichnisse.
Liselotte von der Pfalz in ihren Harling-Briefen. Sämtliche Briefe der Elisabeth Charlotte, Duchesse d'Orléans, an die Oberhofmeisterin Anna Katharina von Harling, geb. von Offeln, und deren Gemahl Christian Friedrich von Harling, Geheimrat und Oberstallmeister, zu Hannover. Herausgegeben, kommentiert und eingeleitet von Hannelore Helfer. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2007. 2 Bde., 1201 S., Abb., Fr. 75.50.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf NZZGlobal unter: http://www.nzz.ch/global
NZZ Online: http://www.nzz.ch
Copyright (c) Neue Zürcher Zeitung AG
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Weitere Titel unter: PRESSESTIMMEN
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 | | Hartmut Hoffmann Die Würzburger Paulinenkommentare
der Ottonenzeit Im 10. Jahrhundert sind in Würzburg mehrere Handschriften geschrieben worden, in denen die Paulusbriefe mit Kommentar enthalten sind. In dem Kommentar wird eine größere Anzahl von lateinischen Glossen einem Lantfranch zugewiesen; es handelt sich dabei um einen bisher unbekannten italienischen Autor der
2. Hälfte des 9. oder der ersten Hälfte des 10.Jahrhunderts. Wahrscheinlich stammt von ihm auch der Paulinenkommentar, der unter dem Namen des Atto von Vercelli geht. In den Würzburger Handschriften stehen ferner althochdeutsche Glossen, von denen einige hier zum ersten Mal bekannt gemacht werden. Man kann vermuten, daß die Paulusbriefe für Schulzwecke kommentiert worden sind. Ein Kapitel ist daher der Frage gewidmet, ob in der vorscholastischen Zeit in den Kloster- und Domschulen Theologie gelehrt wurde. Die Paulinenkommentare werden dann in den Zusammenhang der Würzburger Dombibliothek gestellt, die sich aus den noch vorhandenen Handschriften und einem Katalog des beginnenden 11. Jahrhunderts teilweise rekonstruieren läßt. In dem Schlußkapitel wird die Geschichte der Würzburger Schriftkultur im 10. und 11. Jahrhundert dargestellt.
XXII und 286 S. | sowie 16. S. z. T. farb. Abb., 8° | 2009 | ISBN: 978-3-7752-5707-7 | | Geb. | Preis: € 40.00 bestellen | order |
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 | | Uwe Braumann, Hg. Die Jahrzeitbücher des Konstanzer Domkapitels Die vorliegende Publikation bietet eine umfassende moderne, heutigen Ansprüchen genügende kritische Neuedition der Jahrzeitbücher des Konstanzer Domkapitels auf der Basis des gesamten überlieferten Handschriftenbestandes von der Mitte des 13. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. Teil I beinhaltet die Einleitung mit ausführlicher Beschreibung der Handschriften, wobei das Hauptgewicht auf dem ältesten Jahrzeitbuch von 1253/55 liegt. Allgemeine Einführungen zur Geschichte des Domkapitels und des niederen Domklerus, zu Schenkungen und Stiftungen, Jahrzeitfeiern und Begräbnissen am Konstanzer Münster bilden den Hintergrund für die Benutzung der Edition. Diese ist aufgrund der spezifischen Überlieferung in zwei, miteinander verzahnte Editionen aufgeteilt. In Teil II werden 515 Personenkommentare geboten, die die eingetragenen Personen zumindest näherungsweise verorten und Anstöße zu weiteren Forschungen geben sollen. Der Katalog der Schreiberhände, eine Synopse der Heiligenfestkalender aller Handschriften sowie Karten und ein umfangreicher farbiger Abbildungsteil runden die Publikation ab. Das ausführliche Register der Personen und Orte erweißt sich auch als Fundgrube für die Regionalgeschichte vom Bodensee über den Oberrhein bis zum Breisgau.
XXX, VI und 820 S. | sowie 62 doppels. farb.Tafeln, in zwei Bänden, 4° | 2009 | ISBN: 978-3-7752-5507-3 | | Ln. | Preis: € 220.00 bestellen | order |
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 | | Christoph Schingnitz, Hg. Eneas Silvius Piccolomini Pentalogus Unter den zahlreichen Werken des italienischen Humanisten Eneas Silvius Piccolomini (als Papst 1458–1464 Pius II.) gehört der hier erstmals in einer vollständigen kritischen Edition zusammen mit einer deutschen Übersetzung vorliegende Pentalogus zu den weniger bekannten Texten. Neben Friedrich III. und Eneas selbst nehmen an dem „Fünfergespräch“ der Kanzler Kaspar Schlick sowie die Bischöfe Nicodemo della Scala von Freising und Silvester Pflieger von Chiemsee teil. Die Hauptthemen bilden Missstände und Fehlentwicklungen in Kirche und Reich, die sich den Zeitgenossen allerorten darboten, wobei Eneas sich nicht allein auf eine Darstellung der verfahrenen Situation beschränkt, sondern Mittel und Wege aufzeigen will, durch die der römisch-deutsche König zu einer Lösung der Probleme beitragen könne. Wahrscheinlich nur wenige Wochen nach Piccolominis Eintritt in den Dienst des Habsburgers entstanden, versucht der Pentalogus einerseits die humanistischen Bildungsideale in eine pragmatische Anleitung zur politischen Kommunikation einzubauen. Andererseits bietet das darin enthaltene reichspolitische Programm, das die Wiedergewinnung Italiens durch den römisch-deutschen König und dessen Weg zur Kaiserkrönung vorzeichnet, ein Gegenmodell zu den fürstlichen und kurfürstlichen Reformplänen der Zeit.
XXX und 344 S. | 4° | 2009 | ISBN: 978-3-7752-0308-1 | | Ln. | Preis: € 50.00 bestellen | order |
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 | | Kauertz / Szabó / Mahmens Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Hannover Hochstift Hildesheim und benachbarte Territorien 1495-1806 bearbeitet und eingeleitet von Claudia Kauertz,
nach Vorarbeiten von Anikó Szabó
und mit Indizes von Sven Mahmens
Das von 1495 bis 1806 bestehende Reichskammergericht war neben dem Reichshofrat eines der beiden höchsten Gerichte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und besaß als solches größte Bedeutung für die Rechtsprechung der Frühen Neuzeit. Die zum überwiegenden Teil erhalten gebliebenen Prozessakten des Reichskammergerichts, die im 19. Jahrhundert auf die einzelnen Staaten des Deutschen Bundes aufgeteilt wurden und so in die Archive der deutschen Länder gelangten, besitzen ausgesprochen hohen Quellenwert – nicht nur für die Rechtsgeschichte, sondern auch für die übrigen historischen Disziplinen bis hin zur Alltags- und Familienforschung. Denn vor dem Reichskammergericht fanden Konflikte aus allen Lebensbereichen ihren Niederschlag, soweit sie einer rechtlichen Regelung unterlagen. So spiegeln sich die bedeutenden politischen und militärischen Ereignisse einer Region in den Prozessakten ebenso wider wie die tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen vom späten 15. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert. Auf der Ebene der eingebrachten Beweise reicht die Bedeutung der Prozessakten zum Teil – etwa dort, wo sie Abschriften mittelalterlicher Urkunden enthalten – sogar weit über die Frühe Neuzeit hinaus.
Die Reichskammergerichtsakten des Hochstifts Hildesheim und der benachbarten südniedersächsischen Territorien werden durch das ausführliche Inventar erstmals einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Das Inventar erschließt mit 2164 Prozessen den größten Teil der im NLA – Hauptstaatsarchiv Hannover – überlieferten Prozessakten des Reichskammergerichts.
3430 S. | 4 Teilbände, nur geschlossen beziehbar | 2009 | ISBN: 978-3-7752-5919-4 | | Geb. | Preis: € 98.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN

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