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Neuerscheinungen |  |
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 | | Johannes Laufer Lebenswelten und Lebenswege in den Oberharzer Bergstätten Alltag und soziale Verhältnisse des Bergvolks im 19. Jahrhundert Die Zeit zwischen der Französischen Revolution und dem Ersten Weltkrieg zeichnete sich in besonderer Weise durch tiefgreifende und Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse aus. Die Industrialisierung beschleunigte den Wandel von der ständischen Feudalgesellschaft zur liberalen Bürgergesellschaft. Sie brachte nicht nur ökonomischen Fortschritt, sondern wirkte auch als starke Triebkraft der Modernisierung von Staat und Gesellschaft.
In sozialen Protesten, liberalen oder nationalen Bewegungen äußerte sich eine zeitspezifische Sehnsucht der Menschen nach individueller Freiheit und Entfaltung. Die Aufbruchstimmung erfasste in besonderem Maße auch die unteren Bevölkerungsschichten, die immer weniger bereit waren, den engen Rahmen sozialer Ungleichheit und Bevormundung schicksalhaft hinzunehmen.
Zunächst aber gerieten viele Menschen im Zuge dieses Wandels in existenzielle Bedrängnis. Sie erlebten die neue ökonomische Freiheit zunächst als Verlust alter sozialer Gewohnheiten oder Bindungen und als neue Abhängigkeit von Märkten und Fabrikherren. Vorwiegend junge Menschen aus sozialen Randgruppen und die bisherigen Verlierer der agrarischen und gewerblichen Modernisierung wurden von der allgemeinen Aufbruchstimmung angezogen und suchten den Weg in die rasant wachsenden Städte. Der Oberharzer Bergbau erlebte seit seiner letzten Blüte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in immer schnellerem Wechsel kurze Konjunkturzyklen und schwere Krisen.
Die Menschen, deren Existenz am Berg- und Hüttenwesen hing, waren hin und her gerissen zwischen Not und Unsicherheit einerseits und der Hoffnung auf ein besseres Leben in neuen Welten andererseits. Seit 1845 wanderten Tausende nach Übersee aus oder zogen vom Harz in die wachsenden Gewerbe- und Industriereviere. Um 1900, einer Zeit allgemeiner wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Dynamik, galt die alte Montanregion als Notstandsgebiet.
Doch was wissen wir eigentlich über das Leben in der über Jahrhunderte abgegrenzten, heute längst versunkenen Welt der vormals bedeutenden und bevölkerungsreichen Oberharzer Bergstädte? Wie haben wir uns die gesellschaftlichen Zustände vorzustellen? Inwieweit erfassten die Industrialisierung und Urbanisierung, Reform und Revolution oder auch die Nationalstaatsbildung die eigentümliche Welt der Bergstädte und des alten Bergbaus?
Johannes Laufer spürt in seinem Buch ausgewählten Fragen der Sozial- und Alltagsgeschichte im Oberharzer Bergbaugebiet nach und gibt Anregungen für weitere Forschungen. Zahlreiche Grafiken, farbige und einfarbige Abbildungen machen das Werk besonders anschaulich.
420 S. | mit zahlreichen farbigen und einfarbigen Abb., Grafiken und Tabellen, Erscheinungstermin ca. September 2010, ca. 39,00 EUR | ISBN: 978-3-7752-6056-5 | | Geb. |
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Weitere Titel unter: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
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 | | Rudolf Pokorny Augiensia Ein neuaufgefundenes Konvolut von Urkundenabschriften aus dem Handarchiv der Reichenauer Fälscher des 12. Jahrhunderts Im Zuge der Rekonstruktion der Privatbibliothek des Augsburger Stadtschreibers
Konrad Peutinger (1465–1547) ist ein Codex des frühen 16. Jh. mit bislang
völlig unbeachteten Urkundenabschriften aus dem Archiv der Bodensee-
Abtei Reichenau zutage getreten, in dem 16 Kaiser- bzw. Königsurkunden, 9
Papsturkunden bzw. -briefe und 5 Reichenauer Abtsurkunden bzw. -briefe
enthalten sind, darunter 8 völlig unbekannte Stücke und 12 weitere, die man
bislang zur Gänze nicht ihrem lateinischen Originaltext, sondern lediglich ins
Oberschwäbische des späten 15. Jh. übersetzt kannte. Echt und unverfälscht
ist davon nur das wenigste, denn gerade die inhaltlich bedeutenderen unter den
ehemals vorhanden echten Urkunden haben mehrere aufeinander-folgende
profilierte Reichenauer Fälscher des 10.–12. Jh. als Rohmaterial für ihre
Falsifikate benutzt und ‚umgeschrieben’. Insofern haben die gänzlich neu
hinzugetretenen bzw. erstmals nun im lateinischen Originalwortlaut faßbaren
Stücke – 23 von ihnen sind in diesem Band ediert und in ihren Querbezügen
und Textabhängigkeiten analysiert – die Möglichkeit geboten, den gesamten
Reichenauer Fälschungskomplex nochmals intensiver zu durchdringen und
damit zugleich auch mancherlei bis heute nachwirkende Mißverständnisse
über die stufenweise ausgebaute Stellung der Abtei Reichenau innerhalb der
Reichs- und Kirchenverfassung zurechtzurücken.
XII und 178 S. 8° | 2010 | ISBN: 978-3-7752-5708-4 | | Geb. | Preis: € 25.00 bestellen | order |
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MONUMENTA GERMANIAE HISTORICA
Studien und Texte 48
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 | | Katharina Colberg, Hg. Konrad von Megenberg
Lacrima ecclesie In dieser kirchenpolitischen Gelegenheitsschrift, wahrscheinlich aus dem Jahr
1362, faßt der vielseitige Autor (1309–1374) seine schon andernorts geäußerten
Ansichten über Bettelorden, Begarden und Beginen zusammen, deren
Armutsbegriff und Erscheinungsformen er strikt ablehnt und bekämpft. Er
verarbeitet darin auch seine kürzlichen Erfahrungen als Regensburger Dompfarrer
und macht sich zum Sprecher des Pfarrklerus gegen die Mendikanten
in dem seit langem währenden Streit um die Seelsorge und deren Einkünfte. In
der Hoffnung auf Gehör bei Papst Urban V. beläßt er es hier nicht bei
Polemik, sondern ergänzt seine Kritik um Vorschläge, die aufgezeigten
Mißstände zu beheben. Außerdem versucht er, den Papst mit der Anzeige von
mendikantischen Schriften und Lehrmeinungen, die in seinen Augen verfehlt
sind, zum Eingreifen zu bringen.
Die relativ breite handschriftliche Überlieferung des Werkes, die sicherlich
noch vermehrt werden kann, beweist das Interesse an dem Thema seit dem
Ende des 14. Jahrhunderts. Mit der nun vorliegenden kritischen Edition wird
erstmals der gesamte Text im Druck zugänglich.
LVI und 135 S. | 8º | 2010 | ISBN: 978-3-7752-1026-3 | | Geb. | Preis: € 25.00 bestellen | order |
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Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters, Bd. 26
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 | | Susanne Tuczek (†), Hsg. Die Kampanische Briefsammlung
(Paris lat. 11867 - Bibliothèque nationale de France) Susanne Tuczek bietet in dem vorliegenden Buch die Gesamtedition der unter
dem Namen „Capuaner Briefsammlung“ in der Forschung bekannt gewordene
Sammlung von Briefen aus der Frühzeit Friedrichs II. Karl Hampes
selektiver Zugriff, hauptsächlich auf die nach seiner Einschätzung historisch
relevanten Stücke, führte seinerzeit zu einer starken Überschätzung des
Capuaner Anteils und ließ Erzbischof Rainald von Capua (1199 – ca. 1215) als
Urheber dieser Sammlung erscheinen. Die Herausgeberin kann nun in der
Gesamtbetrachtung dieser Briefsammlung den Capuaner Anteil relativieren
und spricht von einer Mischsammlung von Schreiben aus dem Umfeld
Rainalds mit anderen Briefen, die vornehmlich aus jener Region stammen, die
bereits damals mitunter als Kampanien bezeichnet wurde. Somit bot sich eine
Neubenennung als „Kampanische Briefsammlung“ an.
Die Edition bietet eine vollständige kritische Ausgabe der 232 Stücke umfassenden,
unikal überlieferten Briefsammlung, möglichst vorlagennah und in der
Anordnung der Handschrift Paris lat. 11867. Das Buch leistet somit einen
wichtigen Beitrag zu der immer noch viel zu sehr vernachlässigten Erforschung
der Briefsammlungen des späteren Mittelalters.
VIII und 352 S. | 4º | 2010 | ISBN: 978-3-7752-1852-8 | | Ln. | Preis: € 50.00 bestellen | order |
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MGH-Epistolae-Briefe des späteren Mittelalters, Bd.2
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 | | Brage Bei der Wieden und Thomas Böckmann, Hg. Atlas vom Kommunionharz
In historischen Abrissen von 1680 und aktuellen Forstkarten Herausgegeben im Auftrag des Niedersächsischen Landesarchivs und der Niedersächsischen Landesforsten
Die Wirtschaftsphilosophie des 17. Jahrhunderts betrachtete das Staatsterritorium zunächst als Wirtschaftsraum, der gegen andere Wirtschaftsräume durch Zölle abzugrenzen sein müsste, um höhere Einnahmen aus Abgaben und Steuern erzielen zu können. Der erste Herrscher auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen, der versuchte, sich über die raumgebundenen Grundlagen seiner Herrschaft Klarheit zu verschaffen, war der in Wolfenbüttel regierende Herzog Julius zu Braunschweig und Lüneburg.
Im Atlas vom Kommunionharz von 1680 wird die Vermessung eines Gebietes von rd. 30.000 Hektar dargestellt. Es handelt sich dabei wohl um die erste methodisch exakte vermessungstechnische Aufnahme einer größeren zusammenhängenden Fläche in Norddeutschland. Im Harz ordnete sich zum Ende des 17.Jahrhunderts die Forstwirtschaft weitgehend den Bedürfnissen des Bergwerks- und Hüttenbetriebs unter, was zur Entwicklung von Buchholzhainen für die Brennstoffgewinnung neben Fichtenhochwäldern führte. Nicht zufällig begegnet der Begriff „nachhalten“ im forstlichen Sinne zuerst im Entwurf einer Forstordnung für den Kommunionharz ungefähr 1654. Das eigentliche Nachhaltigkeitsprinzip formulierte der kurfürstlich sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz aber erst im Jahre 1713. Die Nachhaltigkeit ist seitdem das Leitbild der Forstwirtschaft.
Mit dem nachhaltigen Ansatz ist jedoch der Wert des Harzatlasses von 1680 und der zugehörigen Forstbeschreibungen keineswegs erschöpft. Die Kombination von Karten und Texten bietet eine solche Fülle von Informationen, nicht nur zu Flächengrößen, Bodenbeschaffenheit und Bestockung, sondern zu allen kartierbaren und beschreibbaren Phänomenen, die auch nur periphere Relevanz für die Kulturlandschaft besaßen.
Den wesentlichen Inhalt des vorliegenden Werkes bildet der Kartenteil mit den 74 Originalabrissen von Groskurt und Ernst, die in einer einheitlichen Größe dargestellt werden. Jedem Abriss wird eine gleichgroße Karte mit der heutigen Baumartenverteilung und den heutigen topographischen Gegebenheiten gegenübergestellt. Dadurch können an den einzelnen Abrissen die Entwicklungen bzw. Veränderungen der letzten 330 Jahre nachvollzogen werden. Auf eine kritische Edition der Texte musste angesichts des Umfangs verzichtet werden. Sie werden als Scans auf einer beigefügten CD verfügbar gemacht.
276 S. | mit ca. 160 farb. Abb., Faltkarte und Beigabe-CD, Erscheinungstermin ca. Sept. 2010, ca. 49,00 EUR | ISBN: 978-3-7752-6161-6 | | Geb. |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN
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 | | Dietmar von Reeken „gebildet zur Pflege der landesgeschichtlichen Forschung“
100 Jahre Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen 1910-2010 Mit Verzeichnissen zur Geschichte der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen zusammengestellt von Uwe Ohainski Dass eine historische Gesellschaft ihre eigene Geschichte kritisch aufarbeitet, sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht. Die Tatsache, dass die deutsche Geschichtswissenschaft etwa ihre eigene (Selbst-)Einbindung in den Nationalsozialismus erst unter Mühen und mit Jahrzehnten Verspätung erforschte, zeigt dies eindrücklich. Dies gilt auch für die Landesgeschichte und die Historischen Kommissionen.
Dietmar von Reeken hat dies auf Wunsch der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen für diesen Band getan. Seine Darstellung deckt in weiten Teilen die kompletten hundert Jahre Kommissionsgeschichte bis zur unmittelbaren Gegenwart ab. Da der Autor, selbst seit 1996 Mitglied der Historischen Kommission, einige der Protagonisten der letzten Jahrzehnte persönlich kannte und kennt und die Quellen der jüngsten Zeit nur bedingt zugänglich sind, konzentriert sich die vorliegende Geschichte allerdings vor allem auf den Zeitraum zwischen der Gründung und den 1970er Jahren. Grundlage der Arbeit sind vor allem die Quellenbestände und Veröffentlichungen der Historischen Kommission selbst, dazu mehrere Nachlässe.
In seiner Studie verknüpft Dietmar von Reeken eine historisch-genetische mit einer systematischen Darstellung: Der Schilderung der Gründungsgeschichte folgt ein großer Abschnitt, der sich systematisch mit wichtigen Bestandteilen, Grundproblemen und den Forschungen der Kommission selbst befasst, und zwar jeweils im Blick auf die kompletten hundert Jahre, so dass Kontinuitäten und Veränderungsprozesse erfasst werden können. Anschließend setzt sich die Erzählung der Entwicklung der Historischen Kommission nach der Gründungszeit bis zur unmittelbaren Gegenwart fort.
Ergänzt wird die vorliegende Studie durch einen zweiten, von Uwe Ohainski bearbeiteten Teil, der Verzeichnisse zur Geschichte der Historischen Kommission von ihrer Gründung bis 2010 enthält. In diesem Teil finden sich vollständige Aufstellungen zu den Stiftern und Patronen, zum Vorstand, zu den gewählten Mitgliedern, zu den Jahrestagungen und zu den Kommissionsveröffentlichungen.
Dietmar von Reeken (geb. 1959) ist Professor für Geschichtsdidaktik an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und Direktor des Didaktischen Zentrums in Oldenburg.
232 S. | mit 8 einf. Abb. und einer Karte | 2010 | ISBN: 978-3-7752-6055-8 | | Geb. | Preis: € 20.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
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 | | Söhnke Thalmann Ablaßüberlieferung und Ablaßpraxis im
spätmittelalterlichen Bistum Hildesheim Die Beschäftigung mit der mittelalterlichen Ablasspraxis hat Konjunktur: Seit der Neuauflage des Standardwerks von Nikolaus Paulus zur „Geschichte des Ablasses im Mittelalter“ sind eine Vielzahl von Monografien und Aufsätzen zu unterschiedlichen Aspekten des mittelalterlichen Ablasswesens erschienen. In den meisten jedoch steht nicht die urkundenwissenschaftliche Aufarbeitung des Quellenmaterials im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Söhnke Thalmanns Arbeit dagegen setzt einen anderen Schwerpunkt: Sie wurzelt in der Beschäftigung mit den Originalausfertigungen von acht bischöflichen Ablaßurkunden des 13. Jahrhunderts, welche sich in der urkundenwissenschaftlichen Lehrsammlung des Diplomatischen Apparats der Georg-August-Universität Göttingen befinden. Er folgt damit der These, dass urkundenwissenschaftliche Befunde an äußeren Merkmalen der (überwiegend ungedruckten) Originalurkunden - hier des Liebfrauenstifts in Halberstadt - sowie an inneren Merkmalen verschiedener Ablaßbrieftexte und eine diplomatisch-kritische Analyse von Ablaßbriefen, in Verbindung freilich mit der inhaltlichen Interpretation der Urkundentexte, zu einer veränderten Sicht auf die mittelalterliche Ablaßpraxis führen.
Die kritische Analyse des urkundlichen Quellenmaterials bedarf allerdings einer terminologischen und typologischen Basis. Um die Erarbeitung dieser Grundlage bemüht sich das erste Kapitel, daneben um die methodisch notwendige Frage nach Überlieferungsquantität und -qualität von Ablaßurkunden und verwandtem Schriftgut („Die Quellen und ihre Überlieferung“). Der übergeordneten Frage nach Gestalt, Entwicklung und Funktionsweise der mittelalterlichen Ablaßpraxis innerhalb eines fest umrissenen Untersuchungsraumes (Diözese), dessen Wahl wiederum der ablaßrechtlichen Frage nach dem Verhältnis von Norm und Praxis Rechnung trägt, gehen die folgenden fünf Kapitel nach.
Der zweite Abschnitt („Der Ablaß“) unternimmt eine Beschreibung des Phänomens aus dezidiert historischer (nicht theologischer) Perspektive. Die daran anschließenden drei Kapitel („Ablaßgeber“, „Ablaßanbieter“, „Ablaßnehmer“) behandeln gewissermaßen die Determinanten des Ablasses - Prälaten als Ablaßgeber, kirchliche Institutionen als Ablaßanbieter und Gläubige als Ablaßnehmer. Dabei wird die mittelalterliche Ablaßpraxis als Interaktion dieser drei Determinanten begriffen. Die Frage nach dem Vermittlungsvorgang vom Ablaßgeber über den Ablaßanbieter an den Ablaßnehmer steht im Blickpunkt des sechsten und letzten Kapitels („Vermittlung des Ablasses - Erwerb, Verwahrung, Präsentation“). Die Untersuchung beschränkt sich auf den Zeitraum bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Dies ist aus arbeitsökonomischen Gründen sinnvoll, trägt aber auch dem Umstand Rechnung, dass nach der Mitte des 14. Jahrhunderts eine Stagnation des Ablaßwesens einsetzte.
Sönke Thalmanns Arbeit wurde 2008 mit dem Preis für Niedersächsische Landesgeschichte ausgezeichnet.
Zum Autor:
Söhnke Thalmann (geb. 1974) studierte Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Lateinische Philologie des Mittelalters in Münster und Göttingen. Nach der Promotion im Jahr 2007 absolvierte er das Referendariat für den Höheren Archivdienst in Osnabrück und Marburg. Seit 2009 ist er als Referent im Niedersächsischen Landesarchiv-Staatsarchiv Oldenburg tätig.
271 S. | 2010 | ISBN: 978-3-7752-6054-1 | | Geb. | Preis: € 29.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
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 | | Kauertz / Szabó / Mahmens Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Hannover
Hochstift Hildesheim und benachbarte Territorien 1495-1806 bearbeitet und eingeleitet von Claudia Kauertz,
nach Vorarbeiten von Anikó Szabó
und mit Indizes von Sven Mahmens
Das von 1495 bis 1806 bestehende Reichskammergericht war neben dem Reichshofrat eines der beiden höchsten Gerichte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und besaß als solches größte Bedeutung für die Rechtsprechung der Frühen Neuzeit. Die zum überwiegenden Teil erhalten gebliebenen Prozessakten des Reichskammergerichts, die im 19. Jahrhundert auf die einzelnen Staaten des Deutschen Bundes aufgeteilt wurden und so in die Archive der deutschen Länder gelangten, besitzen ausgesprochen hohen Quellenwert – nicht nur für die Rechtsgeschichte, sondern auch für die übrigen historischen Disziplinen bis hin zur Alltags- und Familienforschung. Denn vor dem Reichskammergericht fanden Konflikte aus allen Lebensbereichen ihren Niederschlag, soweit sie einer rechtlichen Regelung unterlagen. So spiegeln sich die bedeutenden politischen und militärischen Ereignisse einer Region in den Prozessakten ebenso wider wie die tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen vom späten 15. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert. Auf der Ebene der eingebrachten Beweise reicht die Bedeutung der Prozessakten zum Teil – etwa dort, wo sie Abschriften mittelalterlicher Urkunden enthalten – sogar weit über die Frühe Neuzeit hinaus.
Die Reichskammergerichtsakten des Hochstifts Hildesheim und der benachbarten südniedersächsischen Territorien werden durch das ausführliche Inventar erstmals einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Das Inventar erschließt mit 2164 Prozessen den größten Teil der im NLA – Hauptstaatsarchiv Hannover – überlieferten Prozessakten des Reichskammergerichts.
3430 S. | 4 Teilbände, nur geschlossen beziehbar | 2009 | ISBN: 978-3-7752-5919-4 | | Geb. | Preis: € 98.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN
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 | | Hans Eberhard Mayer Bibliographie zur Geschichte der Kreuzzüge "... Ich habe mich bemüht, die Literatur zur Geschichte der Kreuzzüge möglichst vollständig zusammenzutragen. So umfaßt diese Bibliographie Titel in arabisch, chinesisch, dänisch, deutsch, englisch, französisch, griechisch, hebräisch, holländisch, italienisch, lateinisch, polnisch, portugiesisch, rumänisch, russisch, schwedisch, serbokroatisch, spanisch, syrisch, tschechisch, türkisch und ungarisch. Es war völlig ausgeschlossen, alle diese Publikationen selbst einzusehen, was natürlich der Idealfall gewesen wäre. Eine Zeitschrift wie die Revue der arabischen Akademie von Damaskus war in Deutschland einfach nicht erreichbar, ganz abgesehen davon, daß ich auch nur einen kleinen Teil der oben aufgeführten Sprachen beherrsche. Ich habe versucht, möglichst viele Titel am Original selbst zu überprüfen. Beim Rest, und es war der weitaus größte Teil, war ich bestrebt, die Titel anhand zuverlässiger bibliographischer Hilfsmittel, wie der großen Bibliothekskataloge, der Zeitschriften-, National-und Spezialbibliographien zu überprüfen. Aber nicht einmal alles, was auf dem letztgenannten Gebiete erschienen ist, war mir zugänglich. Auf irgendeine Art gelang mir aber die Verifizierung fast aller Titel. Besonders schwer waren die Übersetzungen zu erfassen, weil hierfür kaum Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Insbesondere entzogen sich die Namen der Übersetzer häufig jeder Ermittlung. Dennoch glaubte ich nicht, Hinweise auf Übersetzungen unterlassen zu sollen. " "...Neben Anführung der eigentlichen Kreuzzugsliteratur war ich bemüht, auch die Hauptwerke über die für den Kreuzzugshistoriker wichtigen Grenzgebiete anzugeben. "
XXXII, 272 S. | 30,5 x 21,5 cm, 2. unveränderte Auflage | 1960 | ISBN: 978-3-7752-5168-6 | | Kart. | Preis: € 25.50 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN
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 | | Hans K. Schulze Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu
Die "griechische Kaiserin" und das römisch-deutsche Reich 972-991 Aschenputtel schlägt Kaiserin
Professor Schulze stellt Kaiserin Theophanu im "Portal zur Geschichte" vor
Beinahe wäre sie 2005 ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen worden: die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu. In einem knappen Finish jedoch unterlag das einzigartige Dokument der Erstausgabe der Grimmschen Hausmärchen: Aschenputtel schlägt Kaiserin. Mit Theophanu und ihrer prachtvollen Heiratsurkunde, die über viele Jahrhunderte im Frauenstift Gandersheim aufbewahrt wurde, hat sich der renommierte Historiker Hans K. Schulze in seinem jüngsten Buch beschäftigt, das er am Dienstag , den 27. April ab 19 Uhr im Portal zur Geschichte/Kloster Brunshausen dem interessierten Publikum vorstellen wird.
Kaiserin Theophanu war eine der faszinierendsten Frauen des Mittelalters. Die aus Konstantinopel stammende Gemahlin Ottos II. nahm als Mitkaiserin an der Regierung des Reiches teil und führte nach dem Tod des Kaisers die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn Otto III. Nach ihrem frühen Tod wurde sie in St. Pantaleon in Köln beigesetzt. Das Gandersheimer Frauenstift gehörte Zeit ihres Lebens zu ihren bevorzugten Aufhenthaltsorten. Hier wurden auch lange die persönlichen Papiere der Kaiserin aufbewahrt - darunter eine prachtvolle Heiratsurkunde. Die Gestalt Theophanus, der "griechischen Kaiserin", hat die Historiker, aber auch die Dichter, immer wieder fasziniert, obgleich nur wenige mittelalterliche Quellen von ihrem Aussehen und ihrer Persönlichkeit, von ihrem Leben und Wirken künden. Bis heute: So widmete Guido Knopp ihr in seiner ZDF-Dokumentation über das Mittelalter eine eigene Episode. Der Autor Hans K. Schulze wird in seinem reich bebilderten Vortrag vom Leben der byzantinischen Prinzessin erzählen und es in den allgemeinen geschichtlichen Rahmen einordnen. Auch davon wird die Rede sein, warum Theophanu eine solch prachtvolle Heiratsurkunde erhielt und welche diplomatisch verwickelte (Vor-) Geschichte dahinter steckt. Sie gilt mit ihrer üppigen Pupurbemalung, den exotischen Medaillons und der goldenen Schrift als die schönste Urkunde des Mittelalters. Sie ist ein Kunstwerk von hohem Rang und ein wichtiges Zeugnis für die politischen Kontakte zwischen Orient und Okzident im 10. Jahrhundert.
Das UNESCO-Auswahlverfahren gab den Anstoß für diese Buch. Die Niedersächsische Archivverwaltung, in deren Obhut sich das Dokument befindet, präsentiert darin die in Form und Inhalt einigartige Theophanu-Urkunde einer breiteren Öffentlichkeit. Der liebevoll illustrierte Band verzichtet bewusst auf einen gelehrten Apparat. Er wendet sich an Liebhaberinnen und Liebhaber der Geschichte, eine kunst- und kulturgeschichtliche interessierte Leserschaft.
Gandersheimer Kreisblatt vom 22.04.2010
96 S. | mit 40 farb. und einf. Abb. und einer farbigen Ausklapptafel | 2007 | ISBN: 978-3-7752-6124-1 | | Geb. | Preis: € 29.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: PRESSESTIMMEN
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 | | Jan Ulrich Büttner / Mark Feuerle Von Wien nach Konstantinopel Deutsch-türkische Diplomatie am Beginn des 16. Jahrhunderts
Im Jahr 1530 brechen in der Nähe von Wien die beiden Gesandten Joseph von Lamberg und Niclas Jurišiè von Güns (heute Köszeg, Ungarn) in Richtung Konstantinopel auf, um im Auftrag des Habsburger Herzogs Ferdinand I. und Kaiser Karls V. mit dem türkischen Sultan einen Friedensvertrag auszuhandeln. Ihre Reise führt sie über den unruhigen Balkan in die alte Hauptstadt des byzantinischen Reiches, wo sie eine diplomatische Situation vorfinden, auf die sie nur ungenügend vorbereitet sind...
Anhand zeitgenössischer Quellen kann der Leser nun erstmals Vorgeschichte, Reiseweg und Verhandlungsverlauf einer diplomatischen Mission des 16. Jahrhunderts nachvollziehen, deren Folgen schließlich unter anderem in der dramatischen Belagerung des kleinen Städtchens Güns und der lebensgefährlichen Lage eines der Verhandlungsführer gipfeln.
Die Autoren:
Dr. phil. Jan Ulrich Büttner studierte in Tübingen, Groningen (NL) und Bremen Geschichte und Germanistik. Er promovierte 2002 mit einer Arbeit zur Wissenschaftsgeschichte des Asbestes in der Vormoderne (veröffentlicht 2004). Zur Zeit ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der Mittelalterlichen Geschichte an der Universität Bremen.
Dr. phil. Mark Feuerle, MA, studierte in Bremen Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaften. Er promovierte 2003 am Institut für Geschichte und Historische Landesforschung der Universität Vechta zur Thematik von „Garnison und Gesellschaft" (veröffentlicht 2004). Zur Zeit vertritt er den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar der Leibniz-Universität in Hannover.
278 S. | 27 meist farb. Abb. und 10 einf. Karten | 2010 | ISBN: 978-3-7752-5921-7 | | Geb. | Preis: € 29.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN
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 | | Herausgegeben von Gerd Steinwascher in Zusammenarbeit mit Detlef Schmiechen-Ackermann und Karl-Heinz Schneider Von der Weimarer Republik bis zur deutschen Wiedervereinigung
Der Band 5 der „Geschichte Niedersachsens“ reicht von der Novemberrevolution des Jahres 1918 bis zur Wiedervereinigung im Jahre 1990. Unabhängig von der politischen Entwicklung in Mittel- und Osteuropa – und vor allem in der DDR – bedeutet dieses Jahr auch für Niedersachsen einen tiefen Einschnitt: 1990 ging die lange Regierungszeit Ernst Albrechts mit dem Wahlsieg Gerhard Schröders zuende.
Noch eine Besonderheit zeichnet diesen Band aus: Zum ersten Mal wird eine Periode mit abgehandelt, in der es den Untersuchungsraum Niedersachsen als staatliche Einheit wirklich gibt. Seit dem 1. November 1946 existiert das Bundesland als zweitgrößter Flächenstaat der Bundesrepublik Deutschland, und auch wenn Niedersachsen bis heute ein Land der Regionen geblieben ist, so ist es dieser Form inzwischen als Einheit akzeptiert.
Fünf chronologisch aufgebaute Kapitel nehmen Politik und Gesellschaft von der Weimarer Republik bis zum Ende der Ära Albrecht in den Blick. Drei ebenfalls zeitlich abgegrenzte Kapitel sind der Wirtschaftsgeschichte gewidmet. Der besonderen Geschichte Niedersachsens wird durch ein eigenes Kapitel zur Migration Rechnung getragen.
Auch für die evangelischen Kirchen und die katholischen Kirche in Niedersachsen begann 1918 ein neues Zeitalter. Ihm sind zwei Gesamtdarstellungen gewidmet. Dass die Geschichte der niedersächsischen Juden in einem gesonderten Kapitel zu würdigen war, versteht sich von selbst. Die Darstellung zeigt, dass ihre Geschichte 1945 keineswegs endet, auch wenn sich die jüdischen Gemeinden erst nach 1990 mit besonderer Dynamik entwickelten.
Den gesamten Zeitraum umfassen die Darstellungen zur Kunst und Kultur sowie zu Städtebau und Architektur.
Ein umfangreicher Anhang rundet den Band ab: Er enthält Landtags-, Reichstags- und Bundestagswahl-Ergebnisse, eine Übersicht über Ministerpräsidenten und Landesminister seit 1947 und nicht zuletzt ein umfangreiches Personen-, Orts- und Sachregister.
1390 S. | 160 einf. Abb. | 2010 | ISBN: 978-3-7752-5910-1 | | Geb. | Preis: € 59.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Geschichte Niedersachsens
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 | | Heike Talkenberger, Hg. Die Autobiographie des Betrügers Luer Meyer
1833-1855
Kommentierte Edition „Der Director drang [...] in mir, daß ich meine Lebensgeschichte niederschreiben sollte, weil ich, wie er sagte, dadurch mein Inneres genauer kennen lernnte, wenn ich meine Vergangenheit aufs Papir verzeichnet vor mir hätte, und weil ich mit der Feder in der Hand, mir die einzeln Datas meiner Handlungen besser vergegenwärtigen könnte.“ So erklärt der in Oyten (Kreis Verden) geborene und in Bremen-Oberneuland aufgewachsene Betrüger Luer Meyer, warum er 1855 im Zucht- und Spinnhaus zu Hamburg seine Lebensgeschichte aufschrieb. Derartige Autobiographien entstanden im Kontext der Gefängnisreform, die man nach englischen und amerikanischen Vorbildern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in einigen deutschen Strafanstalten umzusetzen begann. Ein eifriger Reformer war etwa der Direktor der Strafanstalt in Vechta, Friedrich Heinrich Wilhelm Hoyer, der den Anstoß zu Meyers Lebensbericht gab. Durch Bildung, Arbeit und religiöse Unterweisung wollte man die Straftäter disziplinieren und moralisch bessern, durch Selbstreflexion sollten sie ihre Taten bereuen und auf den rechten Weg zurückfinden. Luer Meyer stellt detailliert seine kriminelle Karriere dar, die ihn unter anderem nach Bremen, Hamburg, Amsterdam und Hannover führte, und läßt den Leser an seinem Alltag hinter Gittern teilhaben. Damit bietet der Text die seltene Gelegenheit, einen „Blick von unten“ auf die Gesellschaft seiner Zeit zu werfen. Hier spiegelt sich das Leben der Unterschicht wider, die Welt der Kleinbauern, Handwerker und Wanderarbeiter, der Gasthäuser und Bordelle.
Über die Herausgeberin
Heike Talkenberger, Dr. phil.. Studium der Geschichte und Germanistik in Hamburg, Referendariat für das Höhere Lehramt und Refe-rendariat für den Höheren Archivdienst. Mehrjährige Tätigkeit im Staatsarchiv Stade und Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Seit 1997 Redakteurin bei der Geschichtszeitschrift DAMALS.
166 S. | mit 4 einf. Faltkarten | 2010 | ISBN: 978-3-7752-6052-7 | | Geb. | Preis: € 25.00 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
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 | | Quellen zur Eisenbahngeschichte
Norddeutschlands im Hauptstaatsarchiv Hannover Ein sachthematisches Inventar
bearbeitet von Sven Mahmens Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung – Inventare und kleinere Schriften des Niedersächsischen Landesarchivs –
Hauptstaatsarchiv Hannover – Heft 6
Mit dem Sonderinventar der „Quellen zur Eisenbahngeschichte“ legt das Niedersächsische Landesarchiv – Hauptstaatsarchiv Hannover – in PDF-Form eine beständeübergreifende Zusammenstellung aller Archivalien des Hauptstaatsarchivs zum Schienenverkehr vor. Einen großen Teil der erfassten Archivalien machen diejenigen der Bundesbahndirektion Hannover und ihrer institutionellen Vorgänger aus. Insgesamt sind aber mehr als 300 unterschiedliche Archivbestände mit ihren Eisenbahnbetreffen (Akten, auch zahlreiche Pläne, Karten und Fotos sowie ältere Druckschriften) ausgewertet worden. Sie umfassen neben den Haupt-, Nebeneisenbahnen und Kleinbahnen ebenfalls Grubenbahnen, Drahtseilbahnen, Straßenbahnen und Privatanschlüsse. Liegt der regionale Schwerpunkt auch auf Niedersachsen und innerhalb des Bundeslandes besonders auf dessen südlicher Hälfte, so sind doch zahlreiche Bezüge zu Bremen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt vorhanden. Dies ist einerseits bedingt durch die die Regionen verbindenden Schienenstränge selbst. Andererseits geht dies darauf zurück, dass die Zuständigkeitsbezirke von Eisenbahn-behörden die politischen Grenzen häufig überschritten.
Die über 12.000 „Eisenbahnquellen“ erstrecken sich über die gesamte Spanne der Eisenbahn-entwicklung bis in die jüngste Zeit.
Systemvoraussetzungen:
•Betriebssystem Windows XP (Home Edition):
•Pentium 233-MHZ-Prozessor oder schneller
(300 MHz werden empfohlen)
•Mindestens 64 MB RAM (128 MB werden empfohlen)
•Mindestens 1,5 GB Speicherplatz auf der Festplatte
•CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk
•Tastatur und Microsoft Mouse oder ein kompatibles Zeigegerät
•Videoadapter und Monitor mit Super VGA
(800 x 600) oder höherer Auflösung
•Acrobat Reader ab Version 5.0
CD-ROM | 2010 | ISBN: 978-3-7752-5920-0 | | Geb. | Preis: € 14.90 bestellen | order |
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Weitere Titel unter: Veröffentlichungen der niedersächsischen Archivverwaltung
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 | | Herausgegeben von Hans Otte und Ronald Uden 100mal Niedersachsen Kirche und Kultur
Im Auftrag der Gesellschaft für
Niedersächsische Kirchengesellschaft Die Verbindung von Kirche und Kultur kann man auf unterschiedliche Weise darstellen: Systematisch – im Anschluss an eine bestimmte Definition von Kultur –, erzählend-praktisch durch eine Darstellung kirchlicher Aktivitäten mit kulturellem Anspruch oder historisch. Diesen Weg nutzt die vorliegende Veröffentlichung. Die Verbindung von Kirche und Kultur hat von Anfang die Geschichte Niedersachsens geprägt, mit der Christianisierung der Menschen, die im Raum des heutigen Niedersachsen lebten, beginnt die schriftliche Überlieferung. Gewiss ist die Kultur hier älter, vor allem wenn man Kultur als Gegensatz zur Natur begreift, also als Kategorie all dessen, was Menschen denken und tun. Auch vorchristliche Religiosität hat kulturelles Handeln provoziert, das zeigen schon die beiden ersten Bilder in diesem Band. Aber erst mit der Christianisierung und der Nutzung der Schrift wurden kulturelle Leistungen individuell identifizierbar; die Regionen, aus denen sich das heutige Niedersachsen zusammensetzt, gewannen mit der Christianisierung ein spezifisches kulturelles und religiöses Profil, das auch die Landschaft prägte.
Kirche und Kultur in Niedersachsen werden anhand von 100 Bildern vorgestellt und erläutert. In historischer Folge angeordnet geben sie einen Einblick in die Christentums- und Kirchengeschichte Niedersachsens. Angesichts einer mehr als 1000jährigen Geschichte ist die Auswahl von 100 Bildern selbstverständlich subjektiv, aber doch nicht willkürlich. Auch wenn keine geschlossene Kirchen- und Kulturgeschichte geboten werden soll, so haben die Herausgeber zusammen mit den Autoren versucht, mit den Bildern Momente der niedersächsischen Kirchengeschichte zu erfassen, die einen größeren Bereich erschließen können. Dazu dienen die Kommentare zu den einzelnen Bildern. Sie beschreiben nicht nur das Bild, sondern ordnen ihn auch historisch ein, damit der abgebildeten Gegenstand oder das dargestellte Ereignisse die nötige Tiefenschärfe erhält. So ergibt sich aus der Abfolge der Bilder doch ein sinnvolles Gesamtbild der niedersächsischen Kirchengeschichte – von der vorchristlichen Zeit über die Christianisierung bis zum Ausbau der Kirchenorganisation, von der Reformation am Ende des Mittelalters, die mit der folgenden konfessionellen Differenzierung zugleich einen Neuanfang bedeutete, bis zur Gegenwart, in der sich die Kirchen auf einem breiten Markt religiöser Sinnangebote präsentieren müssen.
ca. 218 S. | 100 farbige und einfarb. Abbildungen, eine Übersichtskarte, Erscheinungstermin ca. Sept. 2010, ca. 49,00 EUR | 2010 | ISBN: 978-3-7752-6160-9 | | Geb. |
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Weitere Titel unter: EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN

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