Registrieren|

Über uns

Die Geschichte des Hauses Hahnsche Buchhandlung

Heinrich Wilhelm Hahn eröffnete am 25. September 1792 zusammen mit seinem jüngeren Bruder Bernhard Dietrich die "Hahnsche Buchhandlung" in der Leinstraße 32 in Hannover. 1803-1810 wurden drei weitere Buchhandlungen       ( Halle und Hannover, Leipzig) übernommen. Der angeschlossene Verlag der Leipziger "Trampschen Buchhandlung" wurde zur Grundlage des heutigen Verlages.

Heinrich Wilhelm Hahn (Sohn) brachte das Geschäft auf die bedeutende Höhe, die es in die Reihe der ersten Verlagsgeschäfte Deutschlands stellte. Er hatte zusammen mit Georg Heinrich Pertz, dem ersten Leiter der Monumenta Germaniae Historica, in Göttingen studiert. Über diese Verbindung begann die Zusammenarbeit 1826 mit der Monumenta Germaniae Historica und dem Verlag der Hahnschen Buchhandlung. 1848 regte Heinrich Wilhelm Hahn die Gründung einer Reichsbibliothek an. Daraus entstand die heutige Nationalbibliothek in Leipzig. Hier werden alle deutschsprachigen Titel registriert und aufbewahrt. Hahns Idee wurde letztendlich erst 1913, mit der Gründung der "Deutschen Bücherei" in Leipzig, umgesetzt.

Im Sommer 1943 wurde bei einem Luftangriff das Geschäftshaus (erbaut um 1583) völlig und das Lagerhaus zum Teil beschädigt. Während des Krieges hat sich der Verlag an seine Vorgaben gehalten und konnte seine wissenschaftlichen Werke unbehelligt verlegen. Im Dezember 1942 bestätigte sogar die Reichsschrifttumkammer : " dass Sie sich auf allen Gebieten des Verlages betätigen können, auf denen Sie im Rahmen Ihrer Gesamtproduktion bisher betätigt haben."

Nach dem Krieg hatte die Hahnsche Buchhandlung, wie viele andere in Hannover auch, mit den Kriegsschäden zu kämpfen. Man versuchte im Hinterhaus/ehem. Buchlager den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Es wurden zunächst die Nachdrucke der Monumenta Germaniae Historica, Schulbücher, sowie das neue Schulverwaltungsblatt für Niedersachsen verlegt. 

Bis heute befindet sich die Firma in der Hand der Nachkommen Heinrich Wilhelm Hahns und wird von Elisabeth Freifrau v. Schütz zu Holzhausen in der 7. Generation weitergeführt. Der Schwerpunkt des Verlagsprogrammes wird weiterhin im historisch-wissenschaftlichen Bereich bleiben und sich auf die verlegerische Tätigkeit des Schulverwaltungsblattes konzentrieren.

25.09.1792 - Eröffnung des Geschäftes in Hannover, Leinstraße 3
1800-1810 - Übernahme der Ritterschen Buchhandlung, Hannover und Osnabrück
  - Übernahme der Trempschen Buchhandlung, Halle
  - Übernahme der Buchhandlung Fritsch, Leipzig
1814 - Heinrich Wilhelm Hahn gründete als Mitbegründer die hannoversche Bibelgesellschaft und übernimmt dessen verlegerische Tätigkeit.
1818 - bekommt Hahn das Patent des "Hofbuchhändlers"
  - Heinrich Wilhelm Hahn nimmt seinen ältesten Sohn als Gesellschafter auf
1819 - Beginn der Zusammenarbeit mit der Monumenta Germaniae Historica
1831 - Heinrich Wilhelm Hahn (Vater) stirbt am 4. März
1832 - Herausgabe der "Hannöverschen Tageszeitung"
1854 - Kauf des Rittergutes Rosenthal (www.Rittergut-Rosenthal.de)
1873 - Heinrich Wilhelm Hahn (Sohn) stirbt am 19. April
  - Das Unternehmen geht an seinen Grosssohn Herbert von Thielen über. Da dieser erst 18 Jahre alt ist, übernimmt sein Vater Carl v. Thielen die Geschäfte
1920 - Herbert v. Thielen stirbt am 4. Mai1920. Das Unternehmen geht an seine Tochter Wilma.
1943 - Wilma v.Thielen stirbt am 18. Februar.
  - Die Hahnsche Buchhandlung geht an ihre Schwester Rose Freifrau v. Schütz zu Holzhausen
  - Zerstörung des Geschäftshauses und Teile des Lagers
1973 - Zerstörung des Geschäftshauses und Teile des Lagers
1983 - Rose Freifrau v. Schütz zu Holzhausen stirbt am 27. August
1994 - Übergabe des Geschäftes und des Grundstückes in der Leinstraße 32 an seine jüngere Tochter Elisabeth Freifrau v. Schütz zu Holzhausen
1995 - Kuno Freiherr v. Schütz zu Holzhausen stirbt am 3. Januar
2003 - verstärkte Konzentration auf das Verlagsgeschäft
2013 - Umzug in neue Geschäftsräume nach Peine